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Unternehmertum·10 min Lesezeit

Fitnessstudio finanzieren: Eigenkapital, Bank und Leasing-Optionen | Telju Fitness Österreich

BP
Ben Powerhaus·

Wie finanziert man ein Fitnessstudio?

Ein Fitnessstudio zu finanzieren kostet realistisch 170.000 bis 200.000 EUR. Darin stecken Umbau, Geräte, 24/7-Zugang und Kardio. Die drei gängigen Wege sind Eigenkapital, Bankkredit und Leasing. Welchen du wann nutzt, bestimmt, ob die Bank dir überhaupt zuhört.

TL;DR:

  • Gesamtbudget: 170.000–200.000 EUR für ein komplett eingerichtetes kommerzielles Studio
  • Minimales Startbudget: 100.000 EUR, damit bekommst du die Basics und kannst schrittweise erweitern
  • Ohne Eigenkapital und nachgewiesenen Erfolg bekommst du für das erste Studio kaum eine Bankfinanzierung
  • Geräte immer in eine separate GmbH/BV kaufen. Das ist die größte Investition und der einzige Vermögenswert, den du im Worst Case retten kannst
  • Standorte mieten und mehr Studios eröffnen ist strategisch besser als eine Immobilie zu kaufen

Wie viel Eigenkapital braucht man für ein Fitnessstudio?

Für das erste Fitnessstudio brauchst du idealerweise genug Eigenkapital, um die komplette Einrichtung selbst zu bezahlen. Ohne Track Record bekommst du kaum einen Bankkredit.

Banken vergeben ungern Kredite für das allererste Studio eines Gründers. Du hast keine Umsatzhistorie, keine bewiesene Rentabilität, keine Mitgliederzahlen. Aus Bankensicht bist du ein Hochrisiko-Investment.

Damian und Jay, die Gründer von Telju Fitness und Pillars of Strength, haben ihre ersten beiden Studios komplett aus Eigenkapital finanziert. Das Geld kam aus einem vorherigen Apple-Business und aus Personal-Training-Einnahmen. Erst nach zwei profitablen Standorten sind sie zur Bank gegangen, mit konkreten Zahlen statt Prognosen.

Warum ist die Finanzierung des ersten Studios so schwer?

Banken wollen Beweise, keine Businesspläne. Ein Businessplan zeigt, was du vorhast. Eine Gewinn- und Verlustrechnung aus 12 Monaten Betrieb zeigt, was tatsächlich funktioniert. Für Banken liegen Welten zwischen diesen beiden Dokumenten.

Ohne eigenes Kapital für Studio Nummer eins gibt es drei realistische Optionen:

  1. Privates Darlehen von Familie, Freunden oder Geschäftspartnern
  2. Förderkredite der KfW (Österreich) oder regionale Förderprogramme für Existenzgründer
  3. Leasing-Finanzierung für die Geräte, wobei du Umbau und Nebenkosten trotzdem bar bezahlen musst

Keine dieser Optionen ist einfach. Aber sie sind realistischer als ein Bankkredit ohne Track Record.


Wie bekommt man einen Bankkredit für ein Fitnessstudio?

Einen Bankkredit für ein Fitnessstudio bekommt man am ehesten, wenn man bereits ein bis zwei profitable Standorte vorweisen kann. Erst mit eigenem Geld beweisen, dann mit Bankgeld skalieren.

Die Zwei-Standort-Strategie

Eröffne zwei Studios aus Eigenkapital: eines in einer Stadt, eines in einer kleineren Gemeinde. Damit zeigst du der Bank zwei Dinge:

  1. Dein Konzept funktioniert in unterschiedlichen Märkten, nicht nur in einer einzigen Lage
  2. Du kannst mehrere Standorte gleichzeitig betreiben. Das ist ein starkes Argument für Skalierbarkeit

Damian und Jay eröffneten Pillars of Strength zuerst in Dordrecht (Großstadt), dann in Veenendaal (Kleinstadt). Als sie zur Bank gingen, hatten sie zwei profitable Standorte in komplett verschiedenen Märkten. Die Bankverhandlungen für Standort drei und vier liefen deutlich glatter. Die Zahlen sprachen für sich.

Welche Unterlagen braucht die Bank?

Für einen Fitnesskredit braucht die Bank mindestens:

  • Businessplan mit realistischer Umsatzprognose (nicht den optimistischen YouTube-Rechner)
  • Prinzipplan, also die genehmigte Nutzungsplanung der Gemeinde
  • Zielgruppenanalyse: wer trainiert in deinem Einzugsgebiet, wie viel Konkurrenz gibt es
  • GuV der bestehenden Standorte, wenn vorhanden. Das ist das stärkste Argument
  • Eigenkapitalnachweis. Banken wollen sehen, dass du selbst Skin in the Game hast

Telju hilft Kunden bei der Erstellung dieser Unterlagen: Businessplan, Prinzipplan für die Gemeinde und Zielgruppenanalyse. Die Zusammenarbeit mit einer Finanzierungsgesellschaft, die kurze Wege zu Banken hat, beschleunigt den Prozess.


Wie teilt man das Budget für ein Fitnessstudio auf?

Das Gesamtbudget von 170.000–200.000 EUR verteilt sich auf Geräte (größter Posten), Umbau, Technik und eine Betriebskosten-Reserve für die ersten Monate.

Budget-Aufteilung für 170.000–200.000 EUR

| Posten | Kostenbereich | Anteil | |---|---|---| | Gerätepark (Kraft + Kardio) | 90.000–130.000 EUR | ~55 % | | Umbau (Boden, Wände, Umkleiden, Elektrik) | 30.000–50.000 EUR | ~20 % | | 24/7-Zugang + Sicherheit + Kameras | 15.000–25.000 EUR | ~10 % | | Betriebskosten-Reserve (3–6 Monate) | 15.000–30.000 EUR | ~10 % | | Puffer (10 %) | 15.000–20.000 EUR | ~10 % |

Was bekommt man für 100.000 EUR?

Mit 100.000 EUR Budget bekommst du die Grundausstattung:

  • Plate-Loaded-Geräte für den Brustbereich (günstiger als Stack-Maschinen)
  • Hack Squat + Beinpresse (Kombigerät für ca. 6.500 EUR)
  • Freihantelbereich mit Kurzhanteln, Langhanteln, Rack
  • Einfaches Zugangssystem
  • Basis-Bodenbelag

Kein Kardiobereich, minimaler Umbau, keine Premium-Ausstattung. Aber ein funktionsfähiges Studio, das vom ersten Tag an Mitglieder aufnehmen kann. Mit den Einnahmen der ersten Monate investierst du schrittweise in Maschinen, Kardiogeräte und bessere Ausstattung.


Warum sollte man Geräte in eine separate GmbH kaufen?

Geräte sollten immer in einer separaten GmbH (oder BV) gekauft werden. Sie sind die größte Einzelinvestition und der einzige Vermögenswert, den du im Worst Case aus der Insolvenz retten kannst.

Damian empfiehlt jedem Studiobetreiber die getrennte BV-Struktur. Wenn das Studio scheitert (Mietvertrag, Standort, Markt), verlierst du Miete und Betriebskosten. Aber Geräte im Wert von 100.000+ EUR, die in einer separaten Gesellschaft liegen, kannst du verkaufen, umziehen oder in einem neuen Studio einsetzen. Geräte sind mobil. Der Standort nicht.

Mieten oder kaufen: die Standort-Entscheidung

Für Fitnessstudio-Betreiber ist Mieten strategisch besser als Kaufen.

  • Eine Immobilie bindet 200.000–500.000 EUR. Dieses Kapital könntest du für 2–3 weitere Studios nutzen
  • Wenn der Standort nicht funktioniert, kannst du nach Mietende wechseln
  • Wer mietet, kann schneller und mit weniger Kapital expandieren

Standorte mieten, Geräte kaufen (in separater GmbH), und Kapital für die nächste Expansion aufsparen statt in Beton zu investieren.


Wie skaliert man von einem auf mehrere Studios?

Die bewährteste Skalierungsstrategie ist der Batch-Ansatz: 2–3 Standorte gleichzeitig eröffnen, evaluieren, dann die nächste Runde.

Der Batch-Ansatz

Statt einzeln zu wachsen (Studio 1, warten, Studio 2, warten, Studio 3), funktioniert die Batch-Methode besser:

  1. Batch 1: 2 Standorte aus Eigenkapital (Stadt + Dorf als Proof Cases)
  2. Evaluation: 6–12 Monate Betrieb, Zahlen sammeln, Prozesse verbessern
  3. Batch 2: 2–3 weitere Standorte mit Bankfinanzierung (basierend auf Batch-1-Zahlen)
  4. Evaluation: prüfen, was funktioniert, was angepasst werden muss
  5. Batch 3: nächste Runde mit verbessertem Konzept

Damian und Jay skalieren Pillars of Strength nach genau diesem Modell. Immer 2–3 Standorte gleichzeitig, dann Pause, dann nächste Runde. Das verhindert die typische Falle von Fitness-Ketten, die zu schnell zu viele Standorte eröffnen und die Qualität nicht halten können.

Welche Finanzierungsoptionen gibt es für die Skalierung?

Ab Standort drei stehen mehr Optionen zur Verfügung:

  • Bankkredit, jetzt realistisch, weil Umsatzzahlen vorliegen
  • Leasing: monatliche Raten statt Einmalzahlung für Geräte
  • Finanzierungspartner. Telju arbeitet mit einer Finanzierungsgesellschaft zusammen, die auf Fitness-Investitionen spezialisiert ist und kurze Wege zu Banken bietet
  • Reinvestition: Gewinne aus bestehenden Standorten direkt in neue Studios stecken

Für Unternehmer mit bestehender GmbH/BV bieten sich Leasing- und Finanzierungsoptionen direkt über den Telju-Finanzierungspartner an, ohne den Umweg über die Hausbank.


Häufig gestellte Fragen

Kann man ein Fitnessstudio ohne Eigenkapital eröffnen?

Theoretisch ja, praktisch extrem schwer. Banken vergeben ohne Track Record kaum Kredite für Fitnessstudios. Realistische Alternativen: Förderkredite (KfW), private Darlehen oder Leasing-Finanzierung für die Geräte bei eigener Finanzierung des Umbaus.

Was kostet ein Fitnessstudio als Minimum?

100.000 EUR für die Grundausstattung: Plate-Loaded-Geräte, Freihantelbereich, Basis-Boden und Zugangssystem. Für ein vollständig eingerichtetes Studio mit Kardio und 24/7-Technik sind 170.000–200.000 EUR realistisch.

Wie lange dauert es, bis ein Fitnessstudio profitabel ist?

Die meisten Studios erreichen Break-Even nach 12–18 Monaten. Boutique-Studios (200 m², 24/7, kein Personal) können ab 40–50 Mitgliedern profitabel sein. Standort, Pre-Opening-Marketing und laufende Kosten bestimmen das Tempo.

Sollte man Fitnessgeräte kaufen oder leasen?

Kaufen ist langfristig günstiger und baut Vermögenswerte auf. Leasen schont die Liquidität und ist sinnvoll für Geräte mit schnellem Verschleiß (Kardio). Idealerweise: Kraftgeräte kaufen (in separater GmbH), Kardiogeräte leasen.

Welche Förderprogramme gibt es für Fitnessstudios in Österreich?

KfW-Gründerkredit (ERP-Gründerkredit Startgeld bis 125.000 EUR), regionale Förderprogramme der Bundesländer und Bürgschaftsbanken. Voraussetzung ist immer ein fundierter Businessplan und meist 10–20 % Eigenkapitalanteil.


Nächster Schritt

Du planst ein Fitnessstudio und brauchst einen realistischen Finanzierungsplan? Sprich mit Telju. Sie helfen bei Businessplan, Prinzipplan und dem Kontakt zur Finanzierungsgesellschaft.


Geschrieben von Ben Powerhaus

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Ben Powerhaus

Fitnessgeräte-Experte bei Telju Fitness. Alle Artikel werden fachlich geprüft und regelmäßig aktualisiert.

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